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Entwicklung im Amtsbereich
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Amtes Banzkow,

 Ein eiskalter Winter hat uns momentan fest im Griff, der ungewöhnliche Witterungsverlauf aus dem vergangenen Jahr scheint sich fortzusetzen. Wir alle dachten schon, es gibt gar keinen Winter mehr, und nun überraschen uns Temperaturen, wie man sie eigentlich nur in Sibirien kennt - ich glaube 1987 war es das letzte Mal bei uns so lange hintereinander so kalt. Haben wir es damals überstanden, so überstehen wir es heute sicherlich auch - hoffentlich ohne größere Schäden.
Nicht ganz solange, aber bereits seit 1992, arbeiten unsere Dörfer im Amt Banzkow zusammen.
In den nächsten Ausgaben wollen wir mit Episoden, Geschichten und persönlichen Erlebnissen aus diesen 20 Jahren berichten, ohne dabei einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Ein Rückblick, der persönliche Erlebnisse genauso beinhalten soll, wie einige Fakten zu unserem Amt. Vier Gemeinden, die zusammen 1991 noch 5026 Einwohner hatten, gründeten 1992 das Amt Banzkow. Goldenstädt, die damals kleinste Gemeinde im heutigen Amt Banzkow, machte es sich seinerzeit am schwersten mit der Entscheidung zum Amt Banzkow. Hier gab es die Wahl: Ist es nicht sinnvoll, den bisherigen Beziehungen zu den Gemeinden Lübesse, Uelitz, Rastow und Sülstorf zu folgen und das Amt Rastow mit zu gründen? Schließlich gingen die Goldenstädter Kinder ja auch in Rastow zur Schule! Es stand auch die Möglichkeit im Raum, sich mit Plate, Sukow und Banzkow zum Amt Banzkow zusammen zu schließen. Aber das wäre ein ein vollkommen neuer Weg und würde die bisherigen räumlichen Beziehungen komplett über Bord werfen. Es ist bis heute nicht hundertprozentig geklärt, was damals wohl in einer denkbar knappen Abstimmung der Gemeindevertretung zu einem Stimmungswandel geführt hat. Mit nur einer Stimme Mehrheit entschieden sich die Goldenstädter damals für das heutige Amt Banzkow - keine schlechte Entscheidung, wenn man diese mit 20 Jahren Abstand sieht.
In den 20 Jahren haben die Gemeinden des Amtes immer mal einen etwas anderen besonderen Weg gesucht, um vorwärts zu kommen. Gerne erinnern wir uns an die gemeinsame Nutzung der kommunalen Investitionspauschale, kurz KIP-Mittel genannt. Finanzmittel, die die Gemeinden abhängig nach Einwohnerzahl für Investitionen zur Verfügung gestellt bekamen. Das Programm lief seinerzeit über 14 Jahre. Auch damals war unsere gemeinsame Amtsverwaltung schon sehr innovativ, wenn es um die Suche nach effektiven und kostengünstigen Lösungen für unsere Gemeinden ging. Da die Mittel für eine Gemeinde im Jahr keine großen Sprünge erlaubten, bündelten unsere Gemeinden kurzerhand ihre Mittel und setzten diese dann konzentriert nacheinander in den einzelnen Gemeinden ein. So wurde die Turnhalle in Banzkow (1997 übergeben), das Gemeindezentrum/Feuerwehrhaus in Goldenstädt (2002 übergeben), der Dorfplatz (1999) und der Saalbau im Dorfgemeinschaftshaus (2003) in Sukow und der Neubau Schule in Plate (2004/2005) gemeinsamem finanziert.
Schließlich ist es auch gerade dieses gemeinsame Handeln, das bereits über Jahre nun schon unser Amt auszeichnet. Und die Betonung liegt hier besonders auch auf gemeinsam, weil genau dort aus meiner Sicht der Schlüssel für die erfolgreiche Entwicklung unseres Amtsbereiches liegt. Dieses gemeinsame Handeln ist mit Sicherheit auch der Schlüssel zur Bewältigung der Aufgaben, die in der Zukunft vor uns liegen, ob bei der Entwicklung neuer Verwaltungsstrukturen oder bei der weiteren Entwicklung unserer Gemeinden, auch unter den zunehmend schwierigeren finanziellen Rahmenbedingungen.
Auch unser Jubiläumsjahr wird vielleicht noch viele Überraschungen für uns bereit halten!
Packen wir es gemeinsam an!

R. Mönch
Amtsvorsteher

 

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